| MAPOTRIX DEHNFUGEN GmbH & Co. KG | MAPOTRIX DEHNFUGEN GmbH & Co. KG
ROBUSTE FUGENSYSTEME FÜR STARKE BEANSPRUCHUNGEN
Bewegungsfugenkonstruktionen | Los- und Festflanschkonstruktionen | Fugenbänder | Übergangskonstruktionen | Sonderkonstruktionen

HISTORIE | ÜBERGANGSKONSTRUKTIONEN DRUCKWASSER | ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG

  1. HINWEISE AUF BESONDERHEITEN BEI LOS- UND FESTFLANSCHKONSTRUKTIONEN, DIE GLEICHZEITIG WEITERE KONSTRUKTIVE ANFORDERUNGEN ZU ERFÜLLEN HABEN, Z.B. FUGENKONSTRUKTIONEN IM BEREICH BEFAHRBARER DECKEN

    Gegenüber den in der Regel fest einbetonierten Los- und Festflanschkonstruktionen des Abschnits 4 muss bei den zum Teil freiliegenden und bewitterten Fugenkonstruktionen auf Parkdecks und Hofkellerdecken ein besonderes Augenmerk auf die Stahlqualität gerichtet werden. Neben verzinkten Stählen S 235 JRG 2 und DIN EN 10027-1 werden auch Edelstähle der WSt-Nr. 1.4301 bzw. WSt-Nr. 1.4571 gem. DIN 17440 verarbeitet. Die Stahlgüte der Bolzen muss der Festigkeitsklasse 4.6 der DIN 267 Bl. 3 genügen. Die Blechdicke sollte mindestens 6 mm gemäß den Ausführungen zu Punkt 3.4.11 betragen, da derartige konstruktive Bauteile fest eingebaut werden und dem Frost sowie den Tausalzen ausgesetzt sind. Hierzu kommen mechanische Beanspruchungen und im vermehrten Ausmaß die mangelnde Pflege sowie Beschädigung durch Vandalismus.

    Für den Einbau der Festflansche gelten weitgehend die Angaben des Abschnitts 4, jedoch können die Bolzenköpfe der Verankerung bei nichtdrückendem Wasser - sofern sie im Klemmbereich oberflächenbündig liegen - überklebt werden. Häufig werden im Fugenbereich auch Winkel als Festflansche verarbeitet, vor allem dann, wenn die gesamte Fugenkonstruktion nachträglich in Deckenaussparungen einbetoniert wird.

    Die Losflansche der Fahrbahnübergänge müssen außer den Anschlüssen für die Flächenabdichtung aus Bitumenbahnen vor allem die Einpressung des Elastomer-Fugenbandes sicher gewährleisten. Andererseits muss an dem Losflansch im Bereich der Fuge in Höhe der Fahrbahnoberfläche das Einschlagprofil in einer Stahlklaue gehalten werden. Die Stahlklaue für das aus Polychloropren geformte Einschlagprofil ist entweder am Losflasch fabrikmäßig angeformt oder in der Werkstatt angeschweißt. Beide Ausführungen müssen eine Bewegungsmöglichkeit bis zu (20 mm sicher gewährleisten. Die Oberfläche der Stahlklaue soll 3 bis max. 5 mm unter Fahrbahnebene liegen, um Stoßbelastungen auf die Klemmfläche im Losflanschbereich zu vermeiden (siehe auch Absch, 3.4.25).

    Die elastomeren Fugenprofile - meist w- oder schlaufenförmig ausgebildet - müssen als Endlosbänder einschließlich aller Formteile vulkanisiert sein. Klebeverbindungen sind grundsätzlich ausgeschlossen. Fugen sollten nach DIN 18195-8 . 2004-03 gem. Abssatz 6.4 möglichst gradlinig ohne Versprünge und nicht durch Gebäudeecken verlaufen. Der Schnittwinkel von Fugen untereinander und mit Kehlen und Kanten soll nicht wesentlich von rechten Winkel abweichen. So werden Zwängungen in der Fuge vermieden und die freie Beweglichkeit sichergestellt. Auch die Anzahl der Formstücke im Stahlbaubereich und bei den Fugenbändern soll eingeschränkt und somit Einbaufehler minimiert werden. Ferner fordert die Norm, dass Fugen in den Hochpunkten anzufordern sind und nicht vom Wasser überlaufen werden (gem. Teil 9 Absatz 6.5). Damit wird die Pfützenbildung über den Fugen ausgeschlossen. Beim Überfahren tiefer liegender Fugen würde das Wasser in die Fugenkonstruktion gedrückt. Zusätzlich können im Winter Eisbildungen vermehrt zu Unfällen und Schäden führen. Die Fugenflanken sollen in gleicher Ebene (Höhe) liegen. Beträgt der Fugenabstand an parallel verlaufenden Kehlen und Kanten sowie zu Durchdringungen weniger als die halbe Breite der Verstärkungsstreifen nach Tabelle 1
    im Teil 8 der Norm, d.h. weniger als 25 cm. so müssen Sonderkonstruktionen wie Winkelstützbleche, Wandanschluss-Fugenprofile an beiden Fugenflanken angeordnet werden.

    Diese hier nur beispielhaft aufgeführten Anforderungen bei der Planung von Fugen werden in vielen Fällen nicht beachtet. Daher werden nach örtlichem Aufmaß Formteile sowohl für stählerne Konstruktionsteile als auch für entsprechenden Formteile nach DIN 7864 notwendig. Aus dieser Tatsache heraus ergibt sich für eine konstruktiv sichere Ausführung die Notwendigkeit des Aufmaßes auf der Baustelle, für die spezielle Fertigung und für den Einbau durch eine Fachfirma. Dies betrifft sowohl die Stahlkonstruktion als auch die Dichtungsbänder in der Abdichtungsebene wie auch in der Fahrfläche. Ein Abdichtungsanschluss für die Flächenabdichtung durch die Asphaltfirma führt zu einer klaren Leistungsabgrenzung, weil überwiegend Fugenkonstruktionen und Flächenabdichtungen getrennt vergeben werden. So lässt sich eine sichere Übergangskontruktion mit den Losflanschen einschl. dem Anziehen der Muttern mit einem Drehmomentenschlüssel zuverlässig ausführen.

    Zu diesen Grundregeln der Fugenkonstruktionen kommen die unterschiedlichen Bauhöhen, die zwischen 35 mm als Minimum bis weit über 300 mm liegen. Der letztgenannte Wert ergibt sich z.B. durch Wärmedämmung oder Gefällebeton unterschiedlicher Dicke. Ferner sind die An- oder Abschlüsse an senkrechten Flächen, beispielsweise bei geringen Aufkantungen, Brüstungen oder auch an angrenzenden Wandflächen oftmals nur aufwendig zu konstruieren. Leider liegen die Fugen oftmals immer noch unmittelbar im Übergangsbereich von Aufkantungen und damit nicht nach Norm um mindestens die halbe Breite der Abdichtungsverstärkung (nach Tel 9 Abs. 6.5) versetzt in der angrenzenden Fläche.

    Weiterhin findet man in der Praxis auch innerhalb des Fugenverlaufs einen Höhenversprung der Fugenflanken. Derartige Höhenversprünge oder Übergänge ergeben sich z.B. systematisch im Übergang von den nicht wärmegedämmten zu den wärmegedämmten Flächen.

    Aber auch der Übergang von Asphaltschutzschichten zu solchen aus Beton erfordern im Rampenbereich konstruktive Einzelausführungen. Weiterhin sind vermehrt Entwässerungsrinnen in das Fugensystem einzubinden. Dies führt zu Sonderkonstruktionen, die auch noch auf die unterschiedlichen Belagsarten und die Entwässerungsleitungen abzustimmen sind. Fugensanierungen wärmegdämmter Flächen sind durch nachträglichen Einbau einer Unterlaufsperre durch Fachfirmen wie z.B. Mapotrix Dehnfugen GmbH & Co. KG sicher zu lösen.
    Ausführliche Beispiele hierzu sind von Emig, K.F./Haak, A. in der ARBIT Schriftreihe Heft 61 - 8/2000 Abdichtungen mit Bitumen und Heft 6 - 6/2001 Abdichtungen von Parkdecks, Brücken und Trögen mit Bitumenwerkstoffen veröffentlicht.

Weitere Beiträge...
  1. Historie: Historie Entwicklung
  2. Historie: Formale Grundlagen
  3. Historie: Planerische Hinweise
  4. Historie: Hinwiese auf Abmessungen
  5. Historie: Hinwiese Besonderheiten