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HISTORIE | ÜBERGANGSKONSTRUKTIONEN DRUCKWASSER | ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG

  1. HINWEISE AUF ABMESSUNGEN UND BEISPIELHAFTE ZEICHNERISCHE DARSTELLUNGEN VON LOS- UND FESTFLANSCHKONSTRUKTIONEN NACH DIN 18195-9 . 2004-03 UND DER ZTV-ING - AUSGABE 2003

    Für die Planung und Ausführung von Los- und Festflanschkontruktionen sind bereits für die Ausschreibung Zeichnungen anzufertigen. Die Mindestabmessungen für die Stahlbauteile ergeben sich aus der DIN 18195-9.

    Voraussetzung einer funktionsfähigen Los- und Festflanschkonstruktion ist die sichere und wasserdichte Verankerung des Festflansches in bzw. auf den Konstruktionsbetonflächen, keinesfalls im Ausgleichs- oder Gefällebeton. Die Verankerung kann durch Einbetonieren von angeschweißten Kopfbolzen, Bügeln oder Laschen erfolgen. Häufig werden die Festflansche aber nachträglich montiert auf einer Ausgleichsschicht aus Epoxidharzmörtel und durch Schwerlastdübel (z.B. ZYKON - FZEA) oder Klebedübel im Abstabd untereinander von 300 mm im Untergrund verankert. Die Durchbohrungen der Festflansche für die Verankerung müssen im Druckwasserbereich so wie alle sonstigen Löcher wasserdicht verschweißt werden. Ist eine vollflächige Auflagerung des Festflansches z.B. bei Sanierungen nicht sicher gegeben, empfiehlt es sich trotz Ausgleichsmörtel eine Verpreßmöglichkeit zwischen Unterkante Festflansch und Oberkante Konstruktionsbeton vorzusehen. In Sonderfällen kann ein Nachweis für die Verankerung z.B. für Druckmesser Ankerabstand und aufnehmbare Zugkraft gefordert werden (siehe hierzu Zulassungen von DIBt).

    Alle weiteren stahlbautechnischen Vorgaben sind den Tabellen 1+2 der DIN 18195-9 . 2004-03 zu entnehmen.

    Diese Grundlagen für die Stahlkonstruktionen sind in der Tabelle 1 unterschiedlich für den Bereich des nichtdrückenden sowie den Bereich des drückenden Wassers geregelt. Für Bitumenabdichtungen sowie für lose verlegte Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen werden jeweils gesonderte Detailabmessungen ausgewiesen. Ferner werden die Los- und Festflansche bei elastomeren Klemmfugenbändern speziell abgehandelt.

    In der Tabelle 2 von DIN 18195-9 werden in der Ausgabe vom März 2004 erstmals für die Flanschbreiten von 60 mm und 150 mm die Nettopressflächen ausgewiesen und die erforderlichen Anziehmomente für die unterschiedlichen Abdichtungsaufbauten genannt. Die Anziehmomente sind sowohl versuchsmäßig als auch rechnerisch mehr als 20 Jahre in der Praxis erprobt. Grundlage waren die Veröffentlichungen von Emig im Taschenbuch des Tunnelbaus, Ausgabe 1980, die Überprüfungen der Anziehmomente für die Freie Hansestadt Hamburg durch die STUVA 1988 und weitere Versuche für den Tunnelbau in Hamburg, wie z.B. für den Elbtunnel 4. Röhre (Normalie Ausgabe 1991 US/3/N 361.2/91).

    Damit sind seit März 2004 die Abmessungen in der Tabelle 1 und in den Bildern 1-5 einschließlich der Anziehmomente in der Tabelle 2 normenmäßig erfasst. Die konstruktiven und ausführungstechnischen Erfordernisse für die Planung und Verarbeitung sind im Abschnitt 3.4 ausführlich behandelt. Über die normativen Angaben der DIN 18195 hinausgehend sind weitere Einzelheiten im Schrifttum zu den Abdichtungsarbeiten im Teil 6 ausführlich zusammengestellt. Hierbei muss in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Ausgabe und des Einbauzeitpunktes die Aktualität immer wieder überprüft und beachtet werden. Wesentliche Arbeitshilfen mit konstruktiven Darstellungen befinden sich z.B. im Schrifttum 6.2 Richtlinien und Merkblätter: .hier 6.2.3 bis 6.2.7 und 6.3 Fachliteratur: hier 6.3.16 bis 6.3.25

    HINWEISE Z.B. FÜR ZEICHNUNGEN ZUR HERSTELLUNG UND ZUM EINBAU VON LOS- UND FESTFLANSCHKONSTRUKTIONEN (SYSTEM)

    1. Materialgüte: Stahl 235 JRG2, wenn möglich feuerverzinkt oder Edelstahl WSt.-Nr. 1.4301 oder WSt.-Nr. 1.4571 gem. DIN 17440.
    2. Die Anfertigung erfolgt auf Grundlage der DIN 18195-9 . 2004-03 sowie der Normalien für Abdichtungen von Ingenieurbauwerken unter Geländeoberfläche der FHH Dicht (Ausgabe 1991) nach örtlichem Aufmaß des Fugenverlaufs auf der Baustelle im Beisein des Auftraggebers.
    3. Festflansche sind voll und wasserdicht (2-lagig) durchzuschweißen und abdichtungsseitig plan zu schleifen.
    4. Losflansche sind über den Schweißnähten der Festflansche zu stoßen. Die Längen der Losflansche sollen 1500 mm nicht überschreiten; sie sind lagegerecht nach Anpassen zu kennzeichnen. Im Stoßbereich der Losflansche ist bei einer Spaltbreite von mehr als 4 mm bei Bitumenabdichtungen ein Blechstreifen von 0,2 x 20 mm auf voller Losflanschbreite unterzulegen.
    5. Gewindebolzen M20 x 60 mm, a = 150 mm, incl. Muttern, Festigkeitsklasse 4.6 gemäß DIN 267, Blatt 3; Bolzenschweißungen mit Pistole (Hubzündschweißung) bei Langlöchern im Losflansch immer mit U-Scheiiben, 3 mm dick, sonst soweit erforderlich. Die Gewindeschäfte sind einzuwachsen und durch Plastikhülsen zu schützen.
    6. Verankerungen der Festflansche im Konstruktionsbeton mit Kopfbolzen 16 x 75 mm, a = 200 mm oder Anker M12 x 100 mm mit Innengewinde, a = 300 mm, Bolzenlöcher anschließend wasserdicht (2-lagig) verschweißen und plan schleifen.
    7. Die Festflansche sind bei Richtungsänderungen in der Achse des Fugenbandes mit Kopfbolzen 16 x 75 mm, a = 200 mm oder Ankern M12 x 100 mm mit Innengewinde, a = 300 mm, zu verankern.
    8. Richtungsänderungen in der x-Achse des Fugenbandes sind gemäß DIN 18197 mit R = 250 mm auszurunden. Richtungsänderungen in der z-Achse sind mit werksgefertigten Formteilen auszuführen.
    9. Es sind Elastomerfugenbänder gemäß DIN 7865 zu verwenden und gemäß DIN V 18197 zu bemessen. Alle Fugenbandstöße müssen profilgetreu ohne Quersschnittsveränderungen gemäß DIN 7865 vulkanisiert werden. Baustellenstöße dürfen nur rechtwinklig zur Fugenachse mit stumpf gestoßener Fügung gleicher Profile in einer Ebene ausgeführt werden.
    10. Zwischen Fugenband und Festflansch ist wasserseitig eine unvernetzte Rohkautschukzulage 100 mm x 4 mm, nicht älter als 90 Tage nach Herstellung einzulegen. Die Stöße müssen als dichte Stumpfstöße mit Schrägschnitt ausgeführt werden.
    11. Bei horizontalen Fugenversprüngen ist der Abdichtungsflansch für die Bitumenabdichtung mit mindestens R = 200 mm auszurunden.
    12. Im Flanschbereich dürfen die Bitumenbahnen nur stumpf gestoßen werden (unter Einbau einer zusätzlichen Lage). Ferner ist ein Verstärkungsstreifen aus Kupferriffelband Cu 0,1 anzuordnen. Das gesamte Abdichtungspaket muss beulen- und faltenfrei eingebaut werden.
    13. Alle Bolzenlöcher sind mit Locheisen nach Schablone zu stanzen. Das Anziehen der Bolzenmuttern auf den Losflanschen muss mehrmalig (dreimal) mit einem Drehmomentenschlüssel erfolgen, letztmalig kurz vor dem Einbetonieren. Das erforderliche Anziehmoment beträgt für Bitumenbahnen mit 0,1 mm Cu-Zulagen erstmalig 100 Nm, dann 80 Nm und für das Elastomerfugenband 165 Nm (siehe DIN 18195-9), Tabelle 2. Ausgabe März 2004).
    14. Gegebenenfalls ist die Altabdichtung lagenweise für die Anschlüsse der Neuabdichtung zurückzuschneiden, die Überlappungslängen betragen für Bitumen bahnen 10 cm (min. 8 cm) und für Kupferriffelbänder 20cm (min. 15 cm). Ist diese Ausführung aufgrund des Zustandes der Altabdichtung nicht möglich, muss im Rückversatz angeschlossen werden.
    15. Auf teerhaltigen Altabdichtungen bzw. deren Untergrund darf nur mit Spezialklebemasse nach Laborangaben gearbeitet werden.
    16. Die Abdichtungsarbeiten - insbesondere die Los- und Festflanschkonstruktionen - sind durch den Planer der Abdichtungsarbeiten abzunehmen.
    17. Der Ausführungsplan muss vom Abdichter geprüft und durch Sichtvermerk „Abdichtungstechnisch anerkannt” freigegeben werden.
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